Neues Jahr, neue Ziele.

Dann schauen wir mal was auf dem bergischen Weg so los ist!

Der Bergische Weg führt auf den Spuren eines über 100 Jahre alten Wanderweg vom Ruhrgebiet über 260km bis nach Königswinter an den Rhein.

Der Startpunkt ist oberhalb des Baldeneysees in Essen.

Von da geht es über Velbert, Wülfrath, Solingen, Burscheid, Bergisch Gladbach, Hennef zum Drachenfels bei Königswinter.

Zu sehen gibt es bestimmt einiges.

Dann mal los!

Erster Tag

Es ist Januar, es ist Samstag und das Wetter spielt auch mit.

Trocken, wolkig mit leichten Sonnenschein und so 6 Grad.

Tee gekocht, Stulle geschmiert und auf nach Essen.

Zunächst fahren wir mit dem Auto zur S-Bahn Haltestelle Essen-Stadtwald.

Wie wir heute Abend hier hin zurück kommen entscheidet sich je nach dem wie weit wir kommen.

Da es schon kurz nach 12 Uhr ist, sind natürlich unsere Kopflampen mit im Rucksack.

Zunächst geht es mal über kleine und größere Straßen durch Essen-Stadtwald um zum Wanderparkplatz "Baldeney" zu kommen.

An schmucken alten Häusern vorbei erreichen wir nach knapp 1,5 km den eigentlich Startpunkt des Bergischen Weges.

Nun geht es über breite Waldwege Richtung Ruine Isenburg, oberhalb des Baldeneysees.

Ist schon einiges los, wird aber unten am See leider viel schlimmer.

Weiter über nun auch mal schmale Pfade geht es runter auf den asphaltierten Weg der um den See führt.

Hier wird es richtig voll!

Ja, es war klar das wir nicht den ganzen See für uns alleine haben werden, aber nervig ist es trotzdem.

Es riecht auch mehr nach Duschgel, Parfume und Rasierwasser, als nach Wald&Wasser.

Das rausgeputzte Spaziergänger Volk schlendert herrum.

Dazwischen tummeln sich Kinderwagen, Hunde und Jogger.

Die sollen auch hier sein und nicht wir, aber der Weg geht nun mal knapp vier Kilometer hier entlang.

Also Tempo erhöhen und durch!

Noch schnell über die stählerne Brücke und wir haben den See hinter uns.

Kurz durch ein Industrie- und Neubaugebiet, dann geht es leicht bergan durch den Wald.

Und dann liegt der See schon wieder vor unseren Füßen.

Erstmal Pause mit heißem Tee und Seeblick.

Zum Glück ist es auf dieser Seite nicht ganz so voll und nach ein paar hundert Metern geht es endgültig weg vom Naherholungsgebiet Baldeneysee.

Am Moosbach entlang und durch die Hammer Mark führt uns ein matschiger Pfad, der durch Radreifenspuren und Hufabdrücke oft tief und glitschig ist.

Aber alles ist besser Chanel Nr.5 und Slalom-Gehen. 

Ein schmaler Trampelpfad führt uns runter ins Hespertal.

Tiefe Pfützen und der sehr weiche Untergrund macht es zu einer Rutschpartie.

Wir kommen heile unten an, überqueren die Talstraße und gelangen ans Gut Oberhesper.

Ein schöner, alter Hof mit Teich.

Weiter am Rosentahlbach führt der Weg nun wieder bergauf und durch das schöne Hespertal.

Hier waren wir letztes Jahr schon, den der Bergische Weg und der Neanderland Steig  laufen hier auf einen gemeinsamen Weg.

Den fast mystischen Märchensee lassen wir diesmal links liegen und wandern direkt weiter Richtung Hefel.

Unter der Autobahnbrücke stehen wir dann an einer Bushaltestelle die wohl schon vor Jahren aufgegeben wurde.

Toll das die auf den Schildern des Bergischen Weg noch draufsteht und wir hier eigentlich die Tour beenden wollten.

Also noch ein Stück weiter.

Zunächst geht es über einen asphaltierten Weg leicht bergauf, um dann an großen Wiesenflächen weiterzuwandern.

Dann einen matschig, steilen Waldpfad hoch und über einen kleinen Straße hanghaltend durch weitere Felder.

Als wir die Rottenberger Straße erreichen wird es recht zügig dunkel.

Der Neanderland Steig führt weiter gerade aus, wir wenden uns nach links.

Auf einen breiten Fußweg neben der Schnellstraße geht es nochmal leicht bergan.

In zwischen ist es richtig dunkel und es wir allmählig Zeit die Tour zu beenden.

Nach insgesamt 18,6 km erreichen wir eine große Straßenkreuzung und eine Bushaltestelle.

Wir haben fertig.

Mit dem Bus geht es runter nach Langenberg, von dort mit der S9 zum Essener Hauptbahnhof und weiter mit der S6 nach Essen-Stadtwald.

Alle Transportmittel ist extrem leer und pünktlich.

Gute erste Etappe, mit Abzügen für 4km asphaltierte Umrundung des Baldeneysees und durch den ganzen Matsch doch anstrengend.

 

Tour auf komoot

Zweiter Tag

Es ist schon Mitte Februar als wir uns auf die nächste Etappe machen.

Seid fast einer Woche gibt es richtigen Winter dort draußen.

Viel Schnee und ordentlich kalt ist es auch.

Es ist Samstag Vormittag und zu der Winterlandschaft gesellt sich ein strahlend blauer Himmel.

Die Sonne wird heute auch den ganzen Tag scheinen und so machen wir uns gegen Mittag auf nach Velbert-Langenberg.

Wir fahren direkt zum Langenberger HBF und parken auf dem letzten Stellplatz von P&R.

Das fahren über Hattingen, dann rauf und wieder runter bis Velbert-Nierenhof und weiter über die verschneiten Hügel mit extremen Fernblick bis tief in den Pott hinein, war schon fast wie Urlaub.

Aber jetzt heißt es wieder Rucksack auf und los.

Zunächst geht es direkt durch bzw. über die Bahngleise, dann ein Stück an einer Durchfahrtstraße entlang und über eine vereiste schmale Anliegerstraße den ersten Hügel rauf.

Dann über Treppen zum Krankenhaus und schon sind wir über den Dächern der Stadt.

Weiter durch verschneiten Wald noch ein Stückchen höher und wieder runter.

Über ein paar Steine wird ein kleiner Bach gequert, um dann durch Tiefschnee und einen kaum genutzten Trampelpfad aus dem Tal wieder raus zukommen.

Nun noch ein paar Meter an einer breiten, viel befahrenen Straße entlang und wir stehen wieder dort wo wir vor ein paar Wochen die erste Etappe beendet haben.

Eine wenig genutzte, kleine Straße bringt uns zunächst an ein paar Höfen und kleinen Häusern vorbei und weiter bis in den nächsten Wald.

Hier geht es wieder runter und wir wandern durch schönen Winterwald.

Der Weg ist zunächst breit, wird dann schmaler, ein kleiner Bach gesellt sich zu uns.

Es ist Traumhaft.

An einem Restaurant (Drinks&Food to go) landen wir auf Bleiberstraße, gehen ein Stück auf dem vereisten Fußweg um dann beim nächsten Bach wieder abzubiegen.

Heute wurde viel geknipst, drum noch mehr Fotos für euch.

Der schmale Pfad schlängelt sich  am teils zugefrorenen Bächlein vorbei, um dann scharf links abzubiegen.

Nun geht es bergauf und das ist heute gar nicht mal so einfach.

An einer großen Wiese vorbei weiter und wir sind auf dem Knollenberg.

Einige Schlitten rauschen die Hügel runter, einige Spaziergängen genießen das herrliche Wetter.

Aber richtig voll ist es nicht.

Über eine weitere, kleine Straße geht es runter zur Schmalenhofer Straße, die wir ein paar Meter über den gestreuten Fußweg begleiten dürfen.

Zum Glück nur kurz.

Bei einem recht großen Bauernhof verlassen wir die breite Asphaltschlange und kommen zum Froschbach, den wir über einen festgefrorenen Trampelpfad folgen.

Der letzte Anstieg vor dem heutigen Ziel hat es in Sich.

Der verschneite Waldpfad ist kaum genutzt und geht steil rauf.

Zwei Schritte hoch und einen wieder runter.

Macht aber auch Spaß. Ein bisschen.

Weiter über einen völlig zugeschneite Wege, eine weitere große Straße überquert und über ein Privatgelände wieder runter.

Noch ein Stück durch den Wald, dann an Gleisen vorbei und wir stehen vor Schloß Hardenberg, vor den Toren von Neviges.

Kurz durch den Ort und zum Bahnhof.

Zwei Minuten warten wir auf die S-Bahn und fahren zurück nach Langenberg.

Knapp 12km sind wir heute durch den Schnee gestapft, bei 300 hm rauf und 270 hm runter.

Sollte reichen.

Wie die nächste Etappe aussieht wissen wir noch nicht so genau.

Weil von Neviges weiter Richtung "Süden" verläuft der Bergische Weg genau auf dem Neanderland Steig und dann haben wir ja erst vor kurzem bewältigt.

Also entweder auf bekannten Pfaden (allerdings in umgedrehter Richtung) wandeln oder selber was zusammen stellen??

Wir und Ihr werden es sehen.

 

Tour auf komoot