Der Neanderland Steig ist 240 km lang und schlängelt sich grob durch das niederbergische Land.

Haan, Mettmann, Wülfrath, Velbert, Essen, Mühlheim, Ratingen, Erkrath, Monheim, Langenfeld, Hilden, Haan

Er ist in 17 Etappen aufgeteilt und hat so einiges zu bieten.

Aber wo fängt man an bei einem so langen Rundweg und in welche Richtung soll man Starten?

Wir fangen einfach am naheliegendsten Ort an.

Das ist Velbert-Nierenhof.

Also los, rauf auf den Steig!

Erster Tag

Wir fahren mit dem Auto über Hattingen nach Nierenhof wo wir direkt am S-Bahnhof parken.

Ein kleiner Rucksack mit Getränken und ein paar Snacks wird geschultert, die Wandstöcke auf Länge gebracht und los geht die erste Etappe von vielen.

Nach ein paar Metern durch ein kleines Industriegebiet stehen wir schon am Waldrand und die ersten Höhenmeter werden bezwungen.

Nach gut 2 km spuckt uns der Wald wieder aus und wir queren die Nierenhoferstraße und gehen über Nebenstraßen durch eine kleine Wohnsiedlung.

Dann hat uns der Wald wieder und über enge, verwachsende Pfade geht es weiter um danach wiederum die Nierenhoferstraße zu überqueren und über ein paar Wiesen Hangabwärts weiter zu kommen.

Der Beschaffenheit der heutigen Wege ist gut, allerdings sind sie sehr hart und knochentrocken.

Belohnt wird man mit grandiosen Ausblicken und bei dem heutigen Wetter mit guter Fernsicht.

Es geht fast 2 km immer runter, aber mit bequemen Gefälle.

Nach einer scharfen Linkskurve hat uns der nächste Waldabschnitt wieder.

Obstbäume, Wald, mal ne kleine Straße oder ein Bächlein und immer wieder Wald begleiten uns den ganzen Tag.

Bei Kilometer 5 geht es steil den Hang rauf und wir stehen auf dem Priemberg.

Noch ein Stück weiter rauf, über ein Feld am Straßenrand, dann gönnen wir uns eine kleine Pause.

Sitzen auf alten Baumstümpfen und genießen die Sonne.

Dann geht es ins nächste Tal und wir überqueren die Asbach.

Leider fließt hier nur Wasser.*g*

 

 

 

Ein staubiger Anstieg bringt uns auf ca. 250 m und auf die Rottberger Straße.

Hier kreuzt der "Bergische Weg" den "Neanderland Steig" und wir gehen ein Stück gemeinsam.

Es geht wieder runter, an Wiesen vorbei und schönen Grundstücken mit schönen Gärten.

Hier lässt es sich Leben.

Bei Kilometer 9 geht es über eine Brücke über die A44.

Auch das gehört zum Steig.

Wunderbare Natur, völlige Stille und dann wieder der Lärm der Zivilisation.

Alles das gehört dazu.

 

Aber die Natur ist auf dieser Etappe klar der Sieger.

Im Hespertal konnten wir sogar diesen Gesellen vor die Linse bekommen.

Nun bleiben wir im Wald, gehen ein Stück runter und landen am Märchen bzw. Feen See.

Ein kleinen, fast mystischen Weiher direkt am Weg.

Hier gönnen wir uns einen längere Pause und lassen die Stille des schönen Ortes auf uns wirken.

Ab jetzt geht es immer aufwärts, mal links, mal rechts weiter durch den schönen Wald.

Kurz vor Velbert wird nochmal die A44 überquert und wir sind fast am Ziel.

Noch 2 km über Wege und Straßen durch die Unterstadt und wir erreichen den Busbahnhof mitten in der Stadt.

Hier nehmen wir den Bus und landen nach knapp 25 min wieder am Startpunkt.

 

SCHNUPPERTIP Hespertal/Hefel parken (unter der Autobahn) und einfach den rote markierten Neanderland Steig durch das schöne Hespertal folgen. Nach ca. 5 km steht man wieder kurz vor einer Autobahnbrücke. Hier einfach wieder Zurück.

Insgesamt waren es knapp 16 km, bei 490 Höhenmeter rauf und 320 wieder runter.

Es war eine wunderschöne Wanderung und wir freuen uns schon auf die nächste Etappe.

Zweiter Tag

Schon am nächsten Tag machen wir uns wieder auf den Weg. 

Heute geht es mit dem Auto nach Velbert, wo wir direkt am Steig auf einen kostenlosen Parkplatz parken können.

Die eigentliche Etappe führt über Heiligenhaus nach Essen- Kettwig.

Da die nächste aber nur  knapp 10 km lang ist und weiter nach Mülheim-Selbeck führt, hängen wir die einfach dran.

Insgesamt kommen wir auf etwas mehr als 23 km, bei 390 m rauf und 550 m runter.

Laut Internetseite des Neanderland Steiges kommt man von jedem Ziel mehr oder weniger gut zurück zum Startpunkt.

Von Selbeck sieht das etwas anders aus.

Mit vielen Malen umsteigen und gehörigem Zeitaufwand verbunden ist das eher schlecht.

Wir haben aber Glück und eine gute Freundin Zeit, so dass wir am Ende des heutigen Tages abgeholt und zurück zu unserem Auto gebracht werden.

DANKE auch hier dafür!!

Nach 20 Schritten ist man schon wieder direkt in der Natur und das wird sich den ganzen Tag auch nicht ändern.

Felder und Wiesen sind klar die Gewinner dieser Etappe, aber Wald ist natürlich auch wieder mit von der Partie.

Nach dreieinhalb Kilometern erreichen wir den Abtskücher Stauteich und was hier alles so schwimmt, fliegt oder einfach nur in der Sonne liegt ist sehr bemerkenswert.

Ein Besuch im Zoo kann man sich definitiv sparen.

Der sehr schöne Teich wird einmal umrundet.

Nach der Überquerung der Abtskücher Straße wendet sich der Steig nach links, wir übersehen aber das Schild( oder war da gar keins?) und wandern einen Hügel rauf.

Auf der Spitze angekommen bemerken wir den Irrtum und machen einen schöne Kurve durch einen kleinen Wald wieder den Hügel runter und landen kurz drauf wieder auf den richtigen Weg.

An einer Pferdewiese vorbei gelangen wir an einen schönen Bach mit Brücke und rasten erstmal.

SCHNUPPERTIP An der Friedrich-Ebert-Straße /Von-Böttinger-Straße auf den großen Parkplatz parken und den rote makierten Neanderland Steig Stadt auswärts laufen. Nach knapp 6 km kommt man an die schöne Brücke, hier kann man dann wieder zurück zum Auto.

Weiter geht es, immer entlang des Rinderbaches, der durch ein schönes Tal mit viel Weidefläche führt.

Dann wir der Bach überquert und auf der anderen Seite geht es nun etwas rauf, um über einen schönen Waldpfad oberhalb des Baches weiter zu wandern.

Bei KM 7,4 verlassen wir das kleine Flüsschen und gehen über eine schmale Straße weiter rauf.

Die Langenbügler Straße wird überquert um über landwirtschaftliche Nutzwege an großen Feldern und Bauernhöfen vorbei weiter Richtung Essen zukommen. 

Hier oben treffen wir auf den Ruhrhöhenweg und zum ersten Mal eine Ecke die, wir schon kennen.

Am Pasberg angekommen hat man das Ziel eigentlich erreicht.

Eigentlich.

Die nächsten 3,5 Kilometer bis nach Kettwig könnte man schon als Abenteuer Trail bezeichnen.

Mitten durch den Wald, auf teilweise nicht zu erkennenden Wegen, kleine Mountainbiker Hügel rauf, mal links, mal rechts, steil rauf und steiler wieder runter.

Ein echt schöne und leicht anstrengende Strecke kurz vor dem Ziel.

Aber nicht für uns, wir gehen ja noch weiter.

Die letzten 10 Kilometer sind schnell beschrieben.

Einfach nur toll!

Nachdem man Kettwig  an der wunderschönen Rindersberger Mühle verlassen hat, steht man sofort wieder im Wald.

Über teils verschlungene Pfade geht es kreuz und quer durch den Hugenpoet und Landsberger Wald den man erst nach fast 5 Kilometer wieder verlässt.

Man kommt durch eine herrliche Schlucht und am Schloß Landsberg vorbei.

Nach der Querung der Essener Straße gesellen sich Felder zum Wald und nachdem man Mintarder Berg durchquert hat gibt es nur noch Felder.

Es wird flacher und offener.

Wir haben unser Ziel erreicht.

SCHNUPPERTIP In Kettwig an der  Heiligenhauser Straße/Am Wildbach parken und über die Rindersberger Mühle den rot markieren Neanderland Steig folgen. Nach 5 km schönen auf  und ab steht man an der Essener Straße.

Nun wieder den gleichen Weg zurück oder einfach ein anderen suchen der zurück durch den Wald nach Kettwig führt

Dritter Tag

Auf zur dritten Etappe und obwohl wir erst am Anfang sind möchte ich behaupten das die nicht unter die Top 5 Etappen fallen wird.

Hätte man lieber mit dem Rad machen sollen.

Die Wege sind breit, meist durch den Wald, es gibt kaum Höhenunterschiede und eigentlich gefühlt nur gerade aus.

Es ist auch hier wieder schön, aber fast schon langweilig zu wandern.

Von Selbeck geht es Richtung Osten in die Lintorfer Mark, danach über Grindsmark und Rahmer Benden in den Hinkenforst.

Dann landet man am Düsseldorfer Flughafen und dem Lichtenbroicher Baggersee( komplett eingezäunt).

Direkt( also DIREKT) an der Autobahn vorbei ist man kurze Zeit später am Silbersee in Ratingen West.

Einer Meter hinter dem Silbersee folgt der Grüne See, den man fast komplett umrundet.

Am schönen Schwarzbach vorbei gelangen wir an die Schwarzbach Klinik.

Dort verpassen wir die Abzweigung und landen auf der Düsseldorfer Straße.

Über die schönen Felder der Ten Eicken geht es weiter und hier finden wir auch den Neanderland Steig wieder.

War kein Umweg und schön war es auch.

Das soll aber reichen für heute und wir gehen die letzten 2 km ins Zentrum von Ratingen wo wir bei einem kühlen Kaltgetränk auf unseren Bus warten.

Ohne Pausen mitzurechnen haben wir für die 26km 4,5 Stunden gebraucht.

Der Bus bringt uns in 15 Minuten zum Startpunkt!*g*

Durch die Busfahrt werden wir auf das Gasthaus Pönt aufmerksam.

Eine kleines, uriges Restaurant kurz vor Selbeck.

Hausmannskost der alten Schule.

Nicht spektakulär, aber lecker.

Es gibt Spargel mit Schinken, Kartoffeln und Butter.

Ich entscheide mich für Gebratene Blutwurst auf Endivienkartoffelstampf .

Wie oben schon geschrieben, schön war es auf jeden Fall auch auf dieser Tour.

Aber die ersten beiden Tage waren entschieden schöner!!

VierterTag

Es ist Samstag Morgen und nach einem Müsli-Frühstück werden heute zwei Rucksäcke gepackt.

Denn heute geht es bis nach Erkrath und dort haben wir eine Übernachtung in der Fabrikantenvilla gebucht, eine 140 Jahre alte Villa in der man Bed & Breakfasten kann.

Von dort aus geht es am Sonntag Morgen weiter, so weit wir kommen, oder wollen.

Mit dem Auto fahren wir nach Ratingen und parken gegenüber der S-Bahn Haltestelle Ratingen-Ost.

Die ersten knapp 2 km geht es über kleine Straßen und durch Schrebergärten bis zum Ende der letzten Etappe.

Die Wiesen und Felder haben uns sofort wieder und leichten Fußes geht es los.

Der Schwarzbach wird überquert und nach einen weiteren Kilometer die A44.

Danach geht es leicht bergan und wir kommen erneut an Landwirtschaftliche Nutzflächen, Pferdekoppeln und Wiesen vorbei.

Nach 4,5 km geht es scharf links und man hat das Gefühl wieder zurück zulaufen.

Der direkte Weg zwischen zwei Punkten ist der Neanderland Steig auf gar keinen Fall.

Aber darum geht es ja auch nicht.

Die schönsten Ecken der Region sollen erkundet werden und das bekommen die Wegbereiter auch diesmal wieder hin.

Mal wird der Weg zu einem schmalen Pfad am Rand von Feldern, dann geht es wieder ein Stück über kleine Asphaltpisten oder durch einen kleines Waldstück.

Dann wieder weite Blicke über weite Felder.

Mal rauf mal runter, mal links mal rechts.

Direkt an einem Bauernhof gibt es einen schönen, kleinen Weiher zusehen. 

Der Ente scheint es hier zu gefallen.

Uns auch.

Am Rande von Kartoffelfelder geht es etwas steiler bergan, dann natürlich wieder runter.

Wir überqueren eine breite Durchgangsstraße und gönnen uns nach knapp 7,5 km einen kleine Pause auf einer Bank.

 

Da unten gurgelt wieder der Schwarzbach und wir erklimmen die nächste Steigung über eine schmale Asphaltstraße.

Die Straße steigt weiter rauf und wir überqueren die A3.

Aus Straße wird eine staubige Piste und die führt immer weiter rauf.

Natürlich auf keinen richtigen Berg, aber flach ist es auf gar keinen Fall.

Mitten durch riesige Felder geht es schnurgeradeaus, dann wieder runter, in einen kleinen Wald.

Inzwischen sind es schon gut 11 km, als wir direkt über einen Golfplatz laufen.

Links und rechts gepflegter Rasen und recht viele, meist ältere Leute mit Golfschlägern bewaffnet.

Das Golfer Paradies scheint kein Ende zu nehmen, aber dann hat uns die "wahre" Natur wieder.

 

Wir überqueren die Metzkausener Straße und sind nun direkt im Schwarzbachtal.

Ein schmaler Pfad führt mitten und den Wald und links gluckert der Bach.

Herrlich!

Ein Bank mit Blick auf Bach und Wiesen lädt zur Pause ein.

Kein Problem!

Schnittchen raus und ausgeruht! 

Das Tal ist echt schön und der Pfad bleibt es auch.

Nach dem Wald folgen wieder Felder mit herrlicher Fernsicht.

 

Dann stehen wir am Ortseingang Schild von Metzhausen.

Der Weg führt aber nicht direkt durch den Ort, sondern links an ihm vorbei.

Zu erst über einen schmalen Trail mitten durch das Geisterwäldchen.

Waren wohl keine zu sehen, aber toll und leicht abenteuerlich war es trotzdem.

Danach immer in einem großen Bogen an einem Feld vorbei und dann landet man doch im Ort.

Über kleine Nebenstraßen und kurz über eine breite Betonpiste, man hat die Ansiedlung hinter sich und die nächsten Felder vor sich.

Der nächste Golfplatz versteckt sich zum Glück hinter einen Zaun, an dem wir ein kurzes Stück vorbei müssen.

Am Mercedes vorbei die Straße hoch und immer weiter gerade aus.

Die Düsseldorfer Straße wird nach 19km überquert.

Dann noch ein Stück über Asphalt und dann wird es mal so richtig schön.

Wir stehen vor dem Stinderbachtal und das wird uns für die nächsten 2,5 km begleiten.

Meist breite, leicht sandige Waldwege.

Immer am Bach entlang.

Ein leichtes rauf und runter.

Einige kleine Holzstege, dann eine große Wiese mit Rehen, dicht gefolgt von Galloway Rindern auf saftigen Wiesen.

Ein echt sehr toller Ort!

SCHNUPPERTIP An der Reitschule Fee Rommerskirchen (Düsseldorfstraße) parken und den roten Markierungen der Neanderland Steig folgen.

Nach 3 km hat man das Stinderbachtal durchquert und kann sich am Gasthaus Stinder Mühle erfrischen ( wenn offen).

Nach weiteren nicht wirklich weniger schönen 3 km ist man am Rande von Erkrath.

Dort gibt es bestimmt was zu endecken und zu schlemmen!

Zurück den gleichen Weg und man Sucht sich einen eigenen!*g*

Wir erreichen nach 25,5 Kilometern unser Ziel.

Die Fabrikantenvilla.

Die reine Gehzeit war heute etwas mehr als 7 Stunden.

Nach einer schön, heißen Dusche haben wir aber echt Hunger.

Gleich nebenan ist der Erkrather Hof, der uns mit kroatischer Fleischküche versorgt.

Fünfter Tag

Nach einer schönen Nacht in der Fabrikanten Villa geht es erstmal zum nahe gelegenen Bäcker zum Frühstücken.

Nach dem Ausfüllen der Anwesenheitspapiere gibt es ein lecker Mettbrötchen, ein Schoko Croissant und einen großen Becher Kaffee.

Dann geht es ein kurzes Stück zurück auf den Neanderland Steig.

Ein kurzes Stück Bergauf und schon stehen wir auf dem Hubbelrather Weg.

Der Weg ist allerdings ne breite Straße auf dir wir weiter bergauf laufen.

Nach 0,5 km verlassen wir den breiten Betonstreifen und sind sofort wieder im Wald.

Nach kurzen auf und ab und links und rechts über die gut besuchte Mountainbiker Strecke öffnet sich der Wald und wir blicken auf einen kleines bisschen Auenland.

Ein Bauernhof, zwei kleine Seen, Enten, Kühne, Pferde...

Wir durchqueren das schöne Fleckchen und gehen weiter am Rotthäuser Bach entlang.

Immer schön durch Wald oder am Rande davon.

Kurze Zeit später sind wir wieder in Erkrath und wandern weiter über kleine Straßen die uns wieder raus in die Wälder führen.

Die Düsselauen bei Gödinghoven werden durchquert.

Abenteuerliche Pfade leicht bergan bringen uns immer höher.

Nach knapp 9 km verlassen wir diesen Wald um über kleine Straßen in den nächsten zu gelangen.

Über einige kleine Brücken geht es weiter durch den Forst Eller der uns am Unterbach See wieder ausspuckt. 

Am See wird es richtig voll und nach ein paar Minuten nervt es.

Eigentlich ist es sehr schön hier, aber ich glaube wir sind Menschen nicht mehr gewohnt!*g*

Also zügig Land gewinnen.

Nach dem See geht es an der Autobahn vorbei, immer mit Blick auf einen kleinen Bach.

Dann über die Autobahn und oberhalb von Hilden durch einen schönen kleinen Wald.

Der nächste See erwartet uns nach gut 17 Kilometern.

Der Elbsee ist weit weniger überlaufen und macht auch mehr Spaß.

Die nächsten sechs Kilometer führen uns wieder durch viel Wald, breite Wege und an lustigen Holzgesellen vorbei.

Nach 22 km stehen wir auf der Hildener Straße, verlassen den Neanderland Steig und gehen weiter bis zum Bahnhof von Benrath.

Der Fünfte Tag von Erkrath bis zum Bahnhof von Benrath war etwas mehr als 23 km lang und sehr abwechslungsreich.

Waldpfade, viele Aussichten , einige Tiere wurden gesichtet, etwas abenteuerlich zwischendurch und auch die Seen konnten größtenteils begeistern. 

Wir freuen uns schon auf die nächste Tour!

Sechster Tag

Es ist der 31.Juli und es ist heiß!

So richtig heiß!

Aber raus und ein Stück weiter wollen wir trotzdem.

Also setzten wir uns am späten Nachmittag ins Auto und fahren zum Zielort der letzten Tour.

Um 19 Uhr parken wir unser Gefährt am Bahnhof Benrath und machen uns auf die kleine, immer noch warme Abendrunde.

Zunächst geht es ein Stück über den dampfenden Asphalt der Hildener Straße, bis kurz vor die Autobahnbrücke.

Nun erreichen wir den kühlenden Wald und gehen ein Stück an der Itter entlang, mit Blick auf den Schlupkotensee.

Nach knapp 600 m verlassen wir den kleinen Bach und biegen rechts in den Wald ab.

Dem Buchholzer Busch.

Ein, zwei Hundebesitzer werden gesichtet und hier und da eine Kinderwagenschiebende Mutti (oder Vati), sonst haben wir den Wald für uns alleine.

Breite Waldwege führen uns mal links, mal rechts durch die erfrischende Luft.

Bei Kilometer 5 erreichen wir den Oerkhaussee und an einer Vogelbeobachtungshütte werden ein paar Enten erblickt.

Nun geht es an abgeernteten Felder weiter Richtung Süden.

Ein kurzes Stück am Burbach vorbei, dann scharf rechts und nach ein paar Schritten wieder nach rechts.

Quasi wieder zurück aus der Richtung aus der wir gekommen sind.

Nach dem recht staubigen Schotterwegen hat uns der Wald wieder.

Am Rande eines völlig ausgetrockneten Bachbettes wandern wir weiter.

Zunächst im Wald, dann am Waldrand.

Immer um eine ganz nette Wohnsiedlung herum.

Die Wege sind gepflegt und gut zu laufen.

Den Schlosspark von Garath lassen wir rechts liegen und verlassen auch die Wohnsiedlung.

Die Frankfurter Straße wird überquert, unter Eisenbahnschienen weiter dann geht es zum S-Bahnhof Hellerhof.

Dort endet der 12 km lange Abendspaziergang und wir fahren wieder zurück.

Siebter Tag

Heute soll es nicht mehr so heiß werden wie gestern.

Dazu werden ein paar Gewitter und Wind erwartet.

Leider passiert davon nix und wir wandern die knapp 16 km durch brütende Hitze.

Zum Glück gibt es kaum Steigungen den heute geht es an den Rhein.

Das Auto wird am Hellerhofer S-Bahnhof abgestellt und los geht es.

Der Waldweg schlängelt sich am Garather Mühlenbach vorbei und nach 1,5 km erreichen wir den Altrhein.

Weiter mitten durch Felder.

Die Sonne knallt von einem strahlend blauen Himmel.

Wir erreichen einen alten Hof mit Cafe und biegen direkt danach nach links auf einen schattigen Schotterweg ab.

Links große, alte Bäume.

Rechts ein Maisfeld.

Nun wird der Weg zum schmalen Pfad der direkt neben dem Campingplatz Rheinblick verläuft.

Beim Kilometer 5 erreichen wir den Rhein und machen auf einer Bank eine kleine Rast.

An Baumberg vorbei geht es nun immer auf der asphaltierten Promenade Strom aufwärts.

Es ist voll.

Es ist heiß.

Und so richtig Spaß macht es auch nicht.

Wandern ist was anderes.

Da der Neanderland Steig aber alle Fassetten des "Neanderlandes" zeigen will und auch soll, geht er halt auch mal flach und über asphaltierte Wege.

Und wenn man mit fetten Wanderschuhen und Stöcken über die mit schicken Tagesausflüglern übersäte Promenade läuft und hier und da fast angestarrt wird, ist es auch fast schon wieder lustig!

Also weiter und nach knapp 3 km verlassen wir diesen Abschnitt auch wieder und wandern nun über Wiesen fast direkt am Rhein weiter.

Monheim lassen wir links liegen und gehen über eine riesige Grünfläche direkt am Fluss.

Vereinzelte Baumgruppen, mal ein paar Büsche und durch viel Wiese geht es in einem großen Bogen an der Rheinschleife bei Monheim weiter.

Am Ende erreichen wir einen Pferdehof mit Gaststätte und gönnen uns ein oder zwei eiskalte Radler mit Blick auf den breiten Fluss.

Noch ein kleines Stück über die Bleer Straße und wir erreichen eine Bushaltestelle.

Nach ein paar Sekunden rast auch schon ein Bus um die Ecke.

Der steht wohl nicht auf dem Fahrplan, hat aber die Richtige Nummer.

Also rein und angeschnallt, den der Fahrer möchte wohl Zeit gut machen oder hat gleich Feierabend.

In Windeseile erreichen wir unseren Ausgangspunkt und eine weitere Etappe ist geschafft.

Achter Tag

Heute geht es weiter bis nach Langenfeld-Reusrath.

Zunächst einmal führt uns der immer sehr gut ausgeschilderte Weg durch ein kleines Wohngebiet am Rande von Monheim.

Dies ist schnell durchquert und wir wandern über eine schmale Straße mitten durch ein Feld und gelangen an zwei eingezäunte Seen.

Großer und Kleiner Krämer See.

Danach wird kurz der auch eingezäunte Monheimer Baggersee gestreift.

Über einen Waldweg und eine kleine Straße gelangen wir an das kleine Schloss Laach.

Wie man auf den Bildern sieht war es sehr stark bewölkt.

Die oft tief schwarzen Wolken und auch das ein oder andere Grummeln begleiteten uns auf der ganzen Strecke.

Aber bis auf ca. 37 Tropfen Regen blieb es trocken.

Weiter über den Schleiderweg erblickten wir schon den nächsten See.

Der Große Laacher See, der an dieser Seite auch nur durch ein Gitter begutachtet werden konnte.

Eine recht breite Straße wurde gequert und über eine Wirtschaftsweg ging es weiter zur "Blauen Donau", der nächste See der Tour.

Kurz an ein paar Häusern vorbei gehuscht, über ein Feld und dann auf einen schmalen Pfad zum nächsten.

Im Hitdorfer See wurden dann auch die ersten Schwimmer gesichtet.

Mitten auf dem See planschten sie, bei tief dunklen Himmel und unter leichten Donner.

Jeder wie er mag!!??

Der Stöckenbergsee liegt direkt neben dem Hildorfer See.

Über einen schönen, schmalen Pfad geht es ein paar hundert Meter um den See, dann über ein Feldweg von ihm weg.

Über die Autobahn, durch Wald und mitten durch Plattenbauten durch ein nicht so schönen Teil von Rheindorf.

Aber auch das gehört zu einer Durchquerung eines Landstriches.

Weiter geht es an Schrebergärten vorbei und an und in einem großen Bogen über ein Feld.

Nun wird die Wupper gestreift.

An einer Bahntrasse vorbei und über eine Brücke über die Wupper.

Jetzt wieder Wald und der erste Hügel des Tages wird erklommen.

Über einen Waldpfad oberhalb des Mühlengraben weiter durch den Wald und nach ein paar hundert Meter wieder runter vom Hügel, direkt an den schönen Mühlgraben.

Dann wird der breite Waldweg verlassen und über schmale Pfade gelangen wir an die Wupper und über eine weitere Brücke auch drüber.

Die letzten 3 km der heutigen Etappe geht es zunächst über eine kleine asphaltierte Straße an Bäumen und Feldern vorbei.

Dann wird die Solinger Straße überquert und wir wandern über holprige Feldwege mitten über und durch den Acker.

An der Opladener Straße ist Schluss für heute.

Mit den Bus geht es zunächst nach Langenfeld Bahnhof und dort mit dem nächsten zurück nach Monheim.

Sehr abwechslungsreiche 16 km wurden erwandert und wir sind dem Ziel, den kompletten Neanderland Steig zu laufen wieder ein Stück näher gekommen.

Neunter Tag

Eigentlich ist es ja nicht so weit, aber immer wieder mit dem Auto hin, laufen, zurück macht auch nicht immer Bock.

Drum gönnen wir uns mal einen Kurzurlaub.

Übernachtung in Monheim, Frühstück im Hotel und morgens geht es zeitig auf den Steig.

Da wir dazu noch ein recht günstiges Angebot gefunden haben (zwei ÜF für 2 für 118€) und das Achat Hotel sehr Zentral in Monheim liegt passt alles und so stehen wir um kurz nach 10Uhr auf der Opladener Straße, dem Zielpunkt der letzten Etappe.

An Gewächshäusern und Pferdekoppeln vorbei geht es los.

Wir haben so 10 Grad und es die recht kompakten Wolken wollen bestimmt demnächst auch ihre Last los werden.

Also, Regenjacken an.

Es bleibt den ganzen Tag trocken!

Über Feldwege ein kurzes Stück parallel  zur Autobahn und dann über schmale Straßen weiter Richtung Fürther Moor.

Das streifen wir aber nur am Rande und wandern durch Wald an Bahnschienen vorbei.

Wir unterqueren eine weitere Autobahn und kommen an einem kleinen Garten vorbei in den Alpakas ihr Zuhause gefunden haben.

Links ne Autowerkstatt, dahinter die Autobahn und direkt am Weg begrüßen uns die Anden Bewohner.

So ist das hier in NRW.

Felder, Wiesen, Wald, kleine Straßen und schmale, sandige Pfade, unter der A542 durch und über die A3 weiter.

Hier gibt es von allem alles.

Bei Kilometer 9 umrunden wir über einen schönen, schmalen Pfad eine nicht so schöne Mülldeponie.

Hier gibt es auch die ersten Höhenmeter zu verbuchen.

Ein Waldfriedhof wird passiert.

Jetzt geht es mitten durch den Wald und stetig immer höher.

Ein holpriger Pfad bringt uns auf und um den Wenzelberg (116m).

Nach der schwierigen Überquerung einer breiten Schnellstraße (Autos, Autos, Autos und keine Ampel) geht es weiter durch ein kleines Wohngebiet. 

In Feldhausen geht es scharf nach links und wieder durch Wald.

Assenbach, Burbach, Tannenbuschgraben, Viehbach.

Einige Bäche werden überwunden oder begleiten uns ein Stück.

Der Wald, heute fast immer unser Begleiter spuckt uns wieder aus und wir bestaunen die schönen, alten Fachwerkhäuser in Krüdersheide und direkt im Anschluss ein mächtige Villa.

17,5 Kilometer haben wir schon geschafft, als wir den Engelsberg Hof erreichen.

Eine kleine Parkanlage mit schönem See und alten, eiserneren Brücken.

Ein großes Spielplatz lockt viele Kinder samt Anhang in die Anlage.

Über die Langhansstraße gehuscht und noch mal einen breiten, holprigen Waldweg rauf der uns zur St. Lukas Klinik bringt, das heutige Etappenziel.

Aber es ist noch früh und wir gehen weiter.

Kurz nach der Klinik geht es links in den Wald und auch schon wieder runter.

Der nächste Waldfriedhof wird umrundet um nach einem kurzen Straßenabschnitt in das Naturschutzgebiet Ohlingser Heide zu gelangen.

Hier ist einiges los und das mit recht!

Wunderschön schlängelt sich der sandige, meist breite Wanderweg durch die Natur.

Gute drei Kilometer führt der Neanderland Steig durch die herrliche Gegend.


Dann erreichen wir die Waldstraße und beenden unsere Tour.

23 Kilometer sind es geworden.

Mit diversen Bussen geht es zurück nach Monheim und ins Hotel.

Da morgen Sonntag ist und in den Bussen keine Fahrkarten verkauft werden, haben wir uns ein 48h-Ticket-B gegönnt.

Morgen geht es mit dem Auto zurück zur Wald Straße, weiter auf den Steig und nach beendet der Tour mit Öffis wieder zurück zum Auto.

War jetzt  nicht wirklich umsonst (38€), aber erleichtert das Bus & Bahn fahren enorm.

Gestern Abend ging es in die Biermanufaktur.

Dort genossen wir diverse leckere IPAs und Pale Ales.

Dazu gab es Ziegen Burger und Himmel & Ääd.

Heute Abend geht es in den Pfannenhof.

Muscheln rheinischer Art, Hirschgulasch und Sauerbraten.

Dazu einen sehr leckeren Roten.

Zehnter Tag

Ausgecheckt und los gefahren.

Wir parken genau an der Bushaltestelle von gestern und machen uns wieder auf den Weg.

An der Waldkaserne vorbei und die Elberfelder Straße überquert.

Es ist Sonntag Morgen und im weitläufigen Waldgebiet ist es fast genau so voll wie Montag Morgen auf der A40.

Jogger, Pärchen und hunderte Hunde mit ihren Menschen bevölkern die breiten Waldwege.

Es geht mal links, mal rechts und wieder links und dann wieder rechts.

Gefühlt laufen wir hier jeden Weg der hier durch den Wald geht und nach gut 7 Kilometer sind wir kaum vorwärts gekommen.

 

Wir queren erneut die Elberfelder Straße (ich schätze mal 300m weiter als beim Eintritt in den Wald *gg*) und wandern über den Jaberg rauf zum Sandberg.

Über schmale Pfade geht es wieder runter und durch ein kleines Wohngebiet weiter.

An einem schön gelegenen Bauernhof vorbei, wieder rauf durch Wald und über eine Nebenstraße wieder runter, zur Bruchermühle.

Nun folgt ein kleinen Weiler und wieder geht es rauf in den Wald.

Der Schotterweg verläuft an einer großen Wiesenfläche vorbei und führt noch ein wenig höher, um dann wieder in den Wald abzuknicken.

Auf einer Bank haben sich zwei Herren bequem gemacht.

Kaffee und Brezel werden verspeist und sogar eine recht große Pfeffermühle haben Sie dabei.

Ich bewundre die Ausrüstung.

Daraus entwickelt sich ein längeres Gespräch über schon gemachte Touren und was man noch so vor hat.

Nette Menschen trifft man fast immer Unterwegs und auch das ist ein Guter Grund "draussenraus" zu sein!!

Wir überqueren die Itter, die hier beschaulich durch ein schönes Tal fließt.

Tal?

Richtig!

Wieder rauf.

Zunächst recht steil und dann fast immer hanghaltend weiter Richtung Osten.

Es werden weitere Mühlen passiert, die hier an der Itter liegen.

Ein eingezäunte Fläche mit See, Gebäuden und vielen kleinen Wegen liegt auf unsere linken Seite.

Ein paar in die Jahre gekommenen Tretboote dümpeln auf dem mit Herbstlaub übersäten See.

Keine Ahnung was das hier ist oder war, aber im Moment wirkt es wie aus einem Endzeitfilm.

Der echt schöne Waldweg endet auf der Kotzerter Straße.

Nach ein paar Metern, am Naturfreundehaus verlassen wir diese aber auch schon wieder.

Wie haben jetzt 17,5 Kilometer erwandert und hier gesellt sich nun der Bergische Weg zu uns.

Die beiden Wanderwege verlaufen jetzt einige Kilometer zusammen.

Also wenn es keine roten Markierungen gibt, nehmt einfach die Orangen.

In Velbert-Neviges trennen Sie sich dann wieder.

Nun folgen wir ein gutes Stück den Holzer Bach.

Erst durch Wald, dann durch Wiesen.

In Fürkelrath verlassen wir die schönen Wanderwege.

Es geht auf die Korkenziehertrasse.

Allerdings nur ganz kurz, um direkt an der Straße weiter zulaufen.

Nun gibt es ein paar Meter gar keinen Weg mehr und wir gehen über den holprigen Grünstreifen der Straße.

Zum Glück aber wirklich nur ein paar Meter um wieder auf schöneren Wege zu kommen.

Links Schrebergärten und rechts eine Baumschule.

Hier ist es wieder schön.

Dann eine schnelle rechts-links-Kombination und es geht mitten durch die Baumschule.

An einer Tankstelle gibt es ein leckeres Heißgetränk, das Ziel ist schon fast in Sicht.

Noch mal geht es runter, am Rande eines großen Ackers vorbei.

Dann parallel zu den Gleisen und wir stehen am Bahnhof von Haan-Gruiten.

Der Neandertal Steig führt direkt durch den Bahnhof.

15 Minuten warten wir auf den Zug, der uns in ein paar Minuten nach Solingen bringt.

Mit dem Bus kommen wir wieder zum Auto.

Heute waren es wieder 23 km.

Zwei schöne waldige Touren haben wir gemacht und sind dem Ziel ein gutes Stück näher gekommen.

Insgesamt war es sehr abwechslungsreich, trotz dem großen Waldanteil der Strecke.

Wald ist halt nicht immer gleich und obwohl wir ja nicht hunderte Kilometer zurück gelegt haben, gab es viele verschiedenen Baumarten zu sehen.

Auch die Wege oder Pfade waren sehr unterschiedlich.

Vom breiten Promenadenabschnitt bis zum holprigen schmalen Pfad.

Es war alles dabei.

Dazu kamen noch einige schöne, alte Gebäude, weite Felder, viele Koppeln und nicht zu vergessen die sehr schöne Ohlingser Heide.

Jetzt sind es noch knapp 50 km die auf vier Etappen aufgeteilt sind.

Wir haben Ende Oktober und im Moment macht der "goldene Herbst" Pause.

Mal sehen ob wir den Neanderland Steig 2020 noch abschließen können.